Der Pimcore Data Hub ist eine Daten-Drehscheibe innerhalb von Pimcore. Offiziell wird der Data Hub beschrieben als "Data delivery and consumption platform", die verschiedene Ein- und Ausgabekanäle in einem einfach konfigurierbaren System auf Pimcore integriert. In der Praxis bedeutet das: Über den Data Hub lässt sich festlegen, welche Daten aus dem Pimcore-System nach außen verfügbar gemacht werden – und zwar bequem über eine grafische Benutzeroberfläche.
In der Standardkonfiguration des Data Hub ist eine GraphQL-API enthalten. Das heißt: Nach dem Setup steht sofort mindestens ein GraphQL-Endpunkt zur Verfügung, über den sich Pimcore-Inhalte abfragen lassen. Entwickler können im Pimcore-Backend per Drag & Drop bestimmen, welche Klassen, Datenobjekte, Dokumente oder Mediendateien im GraphQL-Schema enthalten sein sollen. Zusätzlich bietet Pimcore ein integriertes Tool namens GraphiQL, mit dem man interaktiv im Browser GraphQL-Abfragen testen kann. Diese Vorgehensweise macht Data Hub äußerst flexibel – ohne dass man kompliziert selbst Schema-Dateien schreiben müsste.
- Einfache Schnittstellendefinition: In der Community Edition muss der Data Hub als Plugin installiert werden. Laut Pimcore-Dokumentation ist der Data Hub „on top of Pimcore“ als Plugin verfügbar; in der Demo-Installation ist es meist bereits vorinstalliert. Andernfalls lässt sich der Data Hub per Composer hinzufügen. Anschließend können über die Data-Hub-Oberfläche beliebig viele Endpunkte definiert werden, zum Beispiel für verschiedene Zielsysteme oder Datenmodelle.
- GraphQL-Integration: Der Schwerpunkt liegt auf der GraphQL-Schnittstelle. Jeder Data-Hub-Endpunkt bietet ein generiertes GraphQL-Schema. Clients (z.B. Web-Apps, Mobile Apps) können gegen diesen Endpunkt beliebige Queries schicken. Da Pimcore die eigentliche Datenlieferung übernimmt, müssen Sie sich nur noch überlegen, welche Felder Ihre Anwendung braucht – Data Hub kümmert sich um den Rest.
- Zentrale Datenaufbereitung: Die Oberfläche des Data Hubs erlaubt es, Daten vor der Ausgabe zu transformieren oder zu filtern. So können beispielsweise Feldnamen angepasst, Inhalte übersetzt oder für bestimmte Kanäle eingeschränkt werden. Über Workspaces und Schemata lassen sich gezielt Teilbäume des Datenbestands für unterschiedliche Endpunkte freigeben.
- Vielzahl an Datenmodellen: Pimcore kann Daten aus PIM/MDM (z.B. Produktinformationen), DAM (z.B. Bilder, Dokumente) oder beliebigen DataObject-Klassen bereitstellen. Data Hub unterstützt alle gängigen Datentypen. Über die adapterbasierte Architektur können bei Bedarf auch REST-Ausgänge oder Dateiexporte konfiguriert werden – in der Community-Version jedoch nur die GraphQL-Methodik.
Für Unternehmen ist das besonders spannend, weil die kostenlose Pimcore Community Edition bereits alle wesentlichen Module beinhaltet. Damit stehen PIM, DAM und CMS kostenlos zur Verfügung. Pimcore Data Hub lässt sich als Open-Source-Plugin ergänzen – so kann man ohne zusätzliche Lizenzkosten sofort beginnen, eigene Schnittstellen zu bauen. In der Praxis bedeutet das: Sie erhalten eine professionelle Headless-Plattform, die Daten konsistent verwaltet und per GraphQL an Webseite, App oder Drittsystem liefert.