Mehrere Websites, eine Plattform - wie Pimcore Multi-Domain-Management ermöglicht
Dienstag, 10.02.2026

Was ist Pimcore?

Pimcore ist eine leistungsstarke Open-Core-Plattform für digitales Informations- und Experience-Management. Sie vereint in einem System Funktionen für Product Information Management (PIM), Digital Asset Management (DAM), Master Data Management (MDM), Content Management (CMS) und sogar für E-Commerce. Dadurch ermöglicht Pimcore Unternehmen, sämtliche Produktdaten, digitale Assets und Webseiten-Inhalte in einer einzigen, zentralen Datenbank zu halten und kanalübergreifend zu nutzen. Alle Informationen werden medienneutral gespeichert und können gezielt beispielsweise für Online-Shops, Kataloge, Apps oder andere Touchpoints ausgespielt werden – im Fachjargon oft als „Single-Source-Publishing“ bezeichnet. Dieser integrierte Ansatz hebt Pimcore deutlich von Insellösungen ab: Statt mehrere Systeme zu pflegen, erhalten Sie eine einheitliche Plattform, die flexibel erweiterbar ist.

Vorteile von Pimcore

  • Zentrale Datenhaltung: Sämtliche Produktinformationen, Content-Bausteine und Mediendateien liegen in einer zentralen Pimcore-Datenbank. Das erspart Inkonsistenzen und Doppelarbeit, weil alle Nutzer auf dieselbe Datenquelle zugreifen können. Änderungen werden in Echtzeit im gesamten System gültig.

 

  • Integrierter Funktionsumfang: Pimcore kombiniert PIM, DAM, CMS und E-Commerce in einer einzigen Anwendung. Sie können beispielsweise Produktdaten mit Bildern verbinden und direkt in Ihre Websites und Shops einbinden. Viele Funktionen, die sonst separate Tools bräuchten, sind schon enthalten.

 

  • Modularität und Flexibilität: Pimcore ist modular aufgebaut. Sie nutzen zunächst nur die Komponenten, die Sie wirklich brauchen (z.B. PIM oder CMS). Wächst Ihr Unternehmen, lässt sich die Plattform jederzeit um weitere Module erweitern. Dank des Einsatzes des PHP-Frameworks Symfony lässt sich das System außerdem individuell anpassen – etwa beim Datenmodell, in Workflows oder bei Integration in ERP-/CRM-Systeme.

 

  • Anschlussfähigkeit („Connect Anything“-Architektur): Pimcore verfügt über eine offene API und zahlreiche Konnektoren. Das ermöglicht die einfache Anbindung an bestehende Unternehmenssysteme wie SAP/ERP, CRM oder externe Dienste. Unternehmen behalten so die Kontrolle über ihre Daten und können automatisiert mit Partnern und Systemen kommunizieren.

 

  • Skalierbarkeit und Performance: Pimcore ist für den Unternehmenseinsatz konzipiert. Es skaliert mit steigenden Datenmengen und Traffic. Web-Projekte und Online-Shops in großen Umgebungen profitieren von Pimcores stabiler Architektur.

 

  • Benutzerfreundlichkeit: Trotz seiner Vielzahl an Funktionen arbeitet Pimcore übersichtlich. Nutzer schätzen das durchdachte Backend und zahlreiche Automatisierungshilfen. Auch komplexe Website-Strukturen lassen sich mit dem integrierten Editor intuitiv verwalten.

 

  • Kosteneffizienz: Als Open-Core-Plattform kommen viele Basisfunktionen kostenlos zum Einsatz. Für Erweiterungen oder Enterprise-Funktionen gibt es transparente Lizenzmodelle. Unternehmen sparen gegenüber teuren Einzelkäufen verschiedener Systeme.

 

  • Kundenerfahrung: Laut berichten von Anwendern glänzt Pimcore mit Flexibilität und Skalierbarkeit. In der Gartner Peer Insights Bewertung wurde Pimcore 2024 als „Customers’ Choice“ ausgezeichnet – ein Indiz für eine hohe Zufriedenheit mit der Plattform. Nutzer loben besonders die umfangreichen Features und die nahtlose Integration in bestehende IT-Landschaften.

Was ist bei einem Pimcore-Projekt zu beachten?

Die Einführung von Pimcore in Ihrem Unternehmen sollte gut geplant sein. Wichtig ist, frühzeitig den Projektumfang und die Anforderungen festzulegen. Möchten Sie nur Produktdaten (PIM) verwalten oder auch eine Website beziehungsweise einen Shop auf Basis von Pimcore betreiben? Je klarer Zielsetzung und Funktionalitäten definiert sind, desto zielgerichteter kann das Projekt umgesetzt werden. Folgende Punkte sind dabei besonders wichtig:

 

  • Ziele und Use Cases abstecken: Legen Sie fest, welche Daten (Produkte, Assets, Inhalte) Sie zentral verwalten möchten und welche Kanäle (Websites, Mobile, Print, E-Commerce) bedient werden sollen. Dann definieren Sie zum Beispiel, ob mehrere Länder-Websites oder Marken-Portale geplant sind.

 

  • Datenmodellierung: Eine sorgfältige Daten- und Content-Planung ist essenziell. Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Fachbereichen das Datenmodell für Produkte, Kunden, Medien usw. Gut durchdachte Strukturen (Klassen, Objekte, Tabellen) sparen später viel Zeit und verhindern Fehlsuchen.

 

  • Mehrsprachigkeit und Sites: Wenn Sie mehrere Sprachversionen/oder Domains betreiben, planen Sie von Anfang an deren Aufbau. Pimcore empfiehlt etwa, für jede Sprache eine eigene Dokumenten-Hierarchie anzulegen. Dank der „Sites“-Funktion (mehr dazu weiter unten) können Sie später mehrere Domains parallel einsetzen. Berücksichtigen Sie das schon im Layout und den Workflows.

 

  • Technische Infrastruktur und Hosting: Pimcore läuft auf PHP/Symfony und benötigt einen leistungsfähigen TYPO-Server oder Cloud-Host. Stellen Sie sicher, dass Hosting-Anbieter PHP in aktueller Version unterstützen. Achten Sie auf ausreichenden Speicherplatz für Bilder/Daten.

 

  • Entwickler-Expertise: Pimcore-Projekte erfordern PHP- und Symfony-Kenntnisse. Beschäftigen Sie daher erfahrene Entwickler oder ziehen Sie eine spezialisierte Agentur hinzu. Die Investition zahlt sich langfristig aus: Gut programmierte Erweiterungen und Integrationen erleichtern zukünftig Wartung und Ausbau.

 

  • Test und Pflege: Planen Sie genügend Zeit für Qualitätssicherung ein. Pimcore bietet viele Konfigurationsmöglichkeiten – Tests stellen sicher, dass alle Sites und Funktionen (z.B. im Multisite-Szenario) korrekt laufen. Denken Sie auch an Nutzer-Schulungen, damit Redaktion und Marketing die Plattform effizient nutzen können.

Multi-Domain-Management in Pimcore

Ein herausragendes Merkmal von Pimcore ist die Möglichkeit, mehrere Websites und Domains innerhalb einer einzigen Plattform zu verwalten. Über die Funktionalität „Sites“ können Sie Teilbäume im Pimcore-Dokumentenbaum als eigenständige Website-Instanzen definieren, die jeweils unter einer eigenen Domain erreichbar sind. Das heißt konkret: Im Pimcore-Backend legen Sie fest, welcher Ordner („Root-Dokument“ eines Teilbaums) zu einer neuen Webseite wird. Jede solcher Seiten erhält anschließend ein eigenes Domain-Mapping (z.B. ihrefirma.de, ihrefirma.ch, englisch.ihrefirma.com usw.).

Technisch müssen Sie auf Ihrem Server nur dafür sorgen, dass die gewünschten Domainnamen oder Subdomains auf den Pimcore-Host verweisen (z.B. per Virtual Hosts oder Aliasse). Pimcore erkennt dann automatisiert, beim Seitenaufruf, welche Website (Site) geladen werden soll, basierend auf dem Dokumenten-Root für diese Domain. Innerhalb des Systems können Sie anschließend alle Websites parallel pflegen – aber mit getrennter Navigation und getrenntem Content, falls gewünscht.

 

  • Getrennte Inhaltsräume: Jeder „Site“-Baum kann eigene Seiten, Inhalte und Strukturen enthalten. So lassen sich z.B. eine deutsche, eine englische und eine französische Übersetzung Ihrer Website in verschiedenen Domains abbilden, oder die Haupt-Website und ein Intranet, zwei Marken oder eine Corporate-Site plus Shop.

 

  • Gemeinsame Datenquellen: Trotz getrenntem Content können Sie zentrale Elemente teilen. Produktdaten, Medien-Dateien oder Textbausteine lassen sich über die Pimcore-Tools mit allen Sites verknüpfen. Beispielsweise können Produktbeschreibungen aus dem PIM auf allen regionalen Shops angezeigt werden.

 

  • Lokalisierungstool und Content Inheritance: Für mehrsprachige Inhalte stellt Pimcore spezielle Werkzeuge bereit. Mit dem sogenannten Lokalisierungstool erzeugen Redakteure Übersetzungen und verknüpfen sie miteinander. Die Vererbungsfunktion hilft, Inhalte – zum Beispiel Navigationselemente oder Info-Boxen – zentral zu pflegen und auf verschiedenen Sites (z. B. in verschiedenen Sprachen) weiterzuverwenden. So pflegen Sie Übersetzungen effizient miteinander synchron.

 

  • Site-spezifische Einstellungen: In Pimcore kann fast jede Einstellung pro Website variieren. Routing-Regeln, Weiterleitungen, SEO-Parameter und sogar Marketing-Tools wie Google Analytics, Google Search Console oder Google Tag Manager lassen sich für jede Domain individuell konfigurieren. Dadurch bewahren Sie für jede Landes- oder Markenseite die volle Kontrolle über URL-Struktur und Tracking.

 

  • Back-End-Verwaltung: Redaktion und Marketing sehen in der Pimcore-Oberfläche klar, welche Inhalte zu welcher Site gehören. Die Mehrfach-Verwaltung ist übersichtlich gelöst: Jeder „Site“-Baum hat sein eigenes kleines Ökosystem an Seiten, Kategorien und Einstellungen, bleibt aber gleichzeitig Teil derselben Anwendung und Datenbank.

 

Dank dieses Multisite-Mechanismus ist es möglich, im Kerngeschäft identische oder ähnliche Inhalte europa- oder weltweit mehrfach auszuspielen, ohne diese an mehreren Stellen pflegen zu müssen. Das senkt Aufwand und Fehlerquellen drastisch. Gleichzeitig können Sie länderspezifische Abwandlungen, unterschiedliche Sprachen und lokale Inhalte flexibel hinzufügen. Kurz gesagt: Pimcore macht das Management von mehreren Websites so einfach wie die Pflege einer einzigen.

Anwendungsfälle für Multi-Domain-Management

Die Multi-Domain-Funktion von Pimcore ist in vielen Szenarien äußerst nützlich. Einige typische Anwendungsfälle sind:

 

  • Internationale Websites mit mehreren Sprachen: Eine Firma mit weltweiter Präsenz kann für jedes Zielland eine eigene Website betreiben (z.B. ihrefirma.de, ihrefirma.fr, ihrefirma.us usw.). Jede Site kann in der jeweiligen Landessprache übersetzt oder angepasst sein, nutzt aber über Pimcore gemeinsame Produkt- und Unternehmensdaten.

 

  • Regionale oder Markenauftritte: Ein Konzern mit mehreren Marken bzw. Tochtergesellschaften kann jede Marke unter eigener Domain abbilden, während die zentrale Produktdatenbasis erhalten bleibt. So betreibt etwa eine Supermarktkette ihren Haupt-Shop und eine eigene Seite für das Feinkost-Segment in einer Installation.

 

  • Unternehmens- und Produktportale: Firmen mit umfangreichem Produktportfolio können eine Corporate-Website (z.B. firmeninfo) und einen separaten Produkt- oder Shop-Bereich flexibel gliedern. Beispielsweise ist eine Produktseite (Shop) als eigener Site strukturiert, um Sales-Funktionen zu bündeln, während die Firmen-Website auf einer anderen Domain läuft.

 

  • Veranstaltungs- oder Aktionsseiten: Für spezielle Kampagnen oder Events (z.B. Messeseiten, Landing-Pages für Produktlaunches) lassen sich dedizierte Websites (Subdomains) in Pimcore anlegen. Diese können ganz unabhängig vom Hauptauftritt gestaltet und mit eigenem Branding versehen werden, wobei dieselben Assets (Bilder, Texte) verwendet werden können.

 

  • Differenzierte SEO-Strategie: Unternehmen, die für verschiedene Zielgruppen oder Stichwörter ranken möchten, können für jede Domain separate SEO-Maßnahmen durchführen (z.B. eigene Google-SEO-Meta-Daten, hreflang-Implementierung). Pimcore unterstützt dies, indem es Sites jeweils mit individuellen Titeln, Beschreibungen und Strukturen ausstattet.

 

  • Multi-Shop und Multi-Mandanten: Im E-Commerce-Umfeld ist es üblich, unterschiedliche Shops (z.B. B2B im In- vs. Ausland) zu betreiben. Mit Pimcore können diese Multi-Shop-Szenarien problemlos bedient werden – jede Shop-Domain bekommt ihr eigenes Frontend, während die Stammdaten von Produkten, Preisen und Kunden zentral verwaltet werden.

Warum Viucom als Partner für Ihr Pimcore-Projekt?

Wir sind die Viucom Digitalagentur mit Sitz im Berchtesgadener Land. Mit über 25 Jahren Erfahrung realisieren wir digitale Lösungen – von Websites und Webshops bis zu maßgeschneiderten Software-Anwendungen. Wir haben bereits zahlreiche Multi-Site- und Multi-Domain-Projekte erfolgreich begleitet. Dabei setzen wir auf Transparenz, persönliche Beratung und eine nachhaltige Umsetzung. Das heißt: Wir hören Ihnen ganz genau zu, verstehen Ihre Geschäftsziele und entwerfen dann eine passende Pimcore-Architektur. Vom ersten Konzept bis zum Go-Live und darüber hinaus stehen wir Ihnen als verlässlicher Ansprechpartner zur Seite – auch in Sachen SEO und Online-Marketing.

Wir wissen, worauf es ankommt: leistungsfähige Datenstrukturen, responsive Websites und nahtlose Integrationen. Unsere Kunden profitieren von unserer umfassenden Expertise in PIM, CMS und E-Commerce. Gemeinsam machen wir Ihr Pimcore-Projekt zum Erfolg – mit messbar besseren Inhalten und einer Website, die die richtigen Zielgruppen erreicht. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung wünschen. Wir sind für Sie da!

Autor des Beitrags
Dipl.-Ing. Simon Back - Geschäftsführer und technischer Leiter der Viucom Digitalagentur in Freilassing bei Salzburg im Berchtesgadener Land | © Dipl.-Ing. Simon Back - Geschäftsführer und technischer Leiter der Viucom Digitalagentur in Freilassing bei Salzburg im Berchtesgadener Land
Simon Back
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