Der Eintrag „Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag“ in der Google Search Console bedeutet: Google hat erkannt, dass diese URL eine alternative Version einer anderen Seite ist und dass auf ihr ein rel="canonical"-Tag auf die Hauptseite (kanonische URL) zeigt.
Mit anderen Worten: Hier gibt es zwei oder mehr URLs mit sehr ähnlichem oder identischem Inhalt. Google hat aber sauber versteht, welche davon die Haupt-URL ist. Diese Haupt-URL wird indexiert, während die anderen als Alternativseiten mit korrektem Canonical-Tag behandelt werden. Die Such Console erklärt dazu: „Diese Seite ist als Alternative einer anderen Seite gekennzeichnet ... Die Seite verweist korrekt auf die indexierte kanonische Seite. Sie müssen nichts weiter unternehmen.“.
Beispiel: Ein Online-Shop hat eine Kategorie-Seite unter https://www.beispielshop.de/schuhe/ und bietet dort Filter an. Wählt man im Shop einen Filter, entsteht oft eine URL wie https://www.beispielshop.de/schuhe/?farbe=blau. Auf dieser Filter-URL befindet sich ein Canonical-Tag, das auf verweist https://www.beispielshop.de/schuhe/, da der Filter nur eine Variante ist. In der Search Console würde dann https://www.beispielshop.de/schuhe/?farbe=blau als „Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag“ gelistet. Google indexiert https://www.beispielshop.de/schuhe/ nur als Hauptseite und ignoriert die Filter-URL als separate Seite.
Wichtig: Dies ist standardmäßig kein Fehler! Im Gegenteil bedeutet es, dass Ihre rel="canonical"-Angabe korrekt funktioniert. Google findet die kanonische Hauptseite und behandelt die Alternative entsprechend. Solange dies beabsichtigt ist (z.B. bei Filterseiten, mobilen Versionen oder AMP-Versionen), müssen Sie nichts unternehmen. Der Status zeigt lediglich an, dass Google die indexierte kanonische Seite kennt und indiziert.
Wann stellt „Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag“ ein Problem dar?
- Unterschiedlicher Inhalt: Wenn die alternative Seite eigenständige, relevante Inhalte hat, deren Indexierung Sie sich wünschen, ist dies problematisch. In diesem Fall fehlt Google aber das Signal, dass diese Seite eigenständig sein soll. Möglicherweise ist der Canonical-Tag irrtümlich gesetzt. Lösung: Entfernen Sie das Canonical-Tag auf der Alternative oder passen Sie den Inhalt an, sodass Google eine eigene Seitenidentität erkennt. Fordern Sie ggf. die Indexierung der Seite neu an und setzen Sie interne Links zu ihr.
- Falsches Canonical: Wenn das rel="canonical"-Tag auf der Alternative versehentlich auf eine völlig andere (irrelevante) Seite zeigt, sollten Sie dies korrigieren. Überprüfen Sie per HTML-Quelltext oder Browser-Entwicklertools, ob das Canonical wirklich Ihr gewünschtes Ziel hat. Falls nicht, passen Sie den Canonical-Tag im Seitenkopf an oder entfernen Sie ihn ganz.
- Technische Fehleinstellungen: Manche Shops oder CMS können mehrere URL-Varianten generieren. Prüfen Sie, ob Ihre Systeme unerwünschte doppelte URLs erzeugen. Tools wie der URL-Prüfer der GSC oder externe Crawler (z.B. Screaming Frog) können helfen, widersprüchliche Canonical-Angaben aufzuspüren. Wichtig ist, dass pro Content-Einheit nur eine eindeutige Canonical-URL verwendet wird.
Wenn hingegen der Canonical-Tag bewusst und korrekt eingesetzt ist (z.B. bei alternativen Sprachversionen, Mobilseiten oder Login-Versionen), ist diese Meldung kein Handlungsbedarf. Google wählt dann die als kanonisch deklarierte Seite (oder eine gar eigene alternative Sprach-/Geräte-Version) als Hauptversion aus und indexiert diese.